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2026-07-22 18:41:58 UTC

markusturm on Nostr: Moody's hat die Bonitätsnote für argentinische Staatsanleihen von Caa1 auf B3 ...

Moody's hat die Bonitätsnote für argentinische Staatsanleihen von Caa1 auf B3 heraufgestuft und den Ausblick auf „positiv“ gesetzt. Damit erfährt das Land die dritte bedeutende Rating-Anhebung innerhalb von weniger als drei Monaten, was das wirtschaftliche Reformprogramm von Präsident Javier Milei weiter stützt. Auch wenn Argentinien weiterhin im spekulativen Bereich („Junk-Status“) verharrt, bedeutet der Schritt von Moody's, dass nun alle drei führenden Ratingagenturen das Land oberhalb der Kategorie für akute Zahlungsausfallrisiken (Distressed-Bereich) einstufen. Die Analysten von Moody's begründeten dies damit, dass das Ausfallrisiko Argentiniens erheblich gesunken sei, da die makroökonomische Stabilisierung über die anfängliche Anpassungsphase hinausgegangen sei und sich zu einer dauerhafteren Verbesserung der kreditrelevanten Fundamentaldaten entwickelt habe. Zudem verwies die Agentur auf ein stärkeres Exportgeschäft, steigende ausländische Direktinvestitionen in den Energie- und Bergbausektor, einen besseren Zugang zu externer Finanzierung sowie Anzeichen für eine verbesserte Regierungsführung.

Die Entscheidung von Moody's folgt auf die Hochstufung Argentiniens auf B1 durch Fitch Ratings im Mai und einen ähnlichen Schritt von S&P Global Ratings im Juni; dabei hoben die Ratingagenturen Mileis Fortschritte bei der Sanierung der Staatsfinanzen und der Senkung der Inflation von dreistelligen Werten hervor. Der Renditeaufschlag argentinischer Staatsanleihen gegenüber vergleichbaren US-Papieren ist auf knapp 400 Basispunkte (4%) – den niedrigsten Stand seit acht Jahren – zurückgegangen, da Investoren zunehmend bereit scheinen, das Risikoprofil des Landes neu zu bewerten. Die Hochstufungen könnten zudem den Kreis der Investoren erweitern, die in argentinische Anleihen investieren dürfen, da eine weitere Abkehr von Ratings im „Distressed“-Bereich (Notleidend-Status) typischerweise die Anzahl der institutionellen Mandate vergrößert, die diese Anleihen halten dürfen. Die argentinische Regierung ist der Ansicht, dass die Kreditkosten die verbesserte Haushalts- und Außenwirtschaftslage noch nicht vollständig widerspiegeln, und vertritt die Auffassung, dass die Spreads eher im Bereich von 250 bis 300 (2,5-3%) Basispunkten liegen sollten.
Moody’s hat das Rating für Argentinien gerade auf B3 heraufgestuft und den Ausblick auf „positiv“ geändert.

Damit hat die letzte der drei großen Ratingagenturen zu Fitch und S&P aufgeschlossen.

Von Caa1 auf B3 in weniger als zwei Jahren.

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